augenblick & eigensinn

Montag, 28. September 2015

Ein kurzer Blick in mein ArtJournal



Ein kurzer Spaziergang um den Neuhofer Teich in Reinfeld, wunderschöne Herbstsonne im Spiegel auf dem Wasser, ein Moment der Ruhe auf einer Bank mit Blick auf den See - ich fühlte mich inspiriert, endlich mal wieder ein wenig Zeit im Atelier zu verbringen, was in den letzten Monaten viel zu selten der Fall gewesen ist.

Für kurze Augenblicke der Kreativität bietet sich immer mein ArtJournal an, in dem viele Bilder einfach so, ganz zufällig, ungeplant aus einer Laune heraus entstehen. Manche Seiten schlummern auch eine ganze Weile im Dornröschenschlaf, bis ich sie durch Zufall wieder hervor hole und fertig stelle.



Auf dieser Seite hatte ich schon vor Wochen einen Rest Impasto-Gel in Kombination mit einer selbstgemachten Schablone (hier) verarbeitet. Nun ist noch eine Schicht Neocolor (wasservermalbare Wachsmalstifte) von Caran D'dache hinzu gekommen, der aufgeklappte Kasten lag so einladend auf dem Tisch...



Das Ergebnis hat mich dann an einen Schnipsel aus einer Zeitschrift erinnert, also habe ich ihn mit Washi-Tape eingeklebt - und überlegt, ob ich noch mehr aus dieser Seite machen will, oder ob sie so schlicht bleibt. Ihr seht ja, wofür ich mich entschieden habe :)...

Sonntag, 27. September 2015

Ein letzter Sommergruß




Nachdem ich nun fast zwei Wochen lang mit einer Nierenbeckenentzündung gelangweilt im Bett und auf dem Sofa verbracht habe, hatte mein Kopf genug Zeit, Idee über Idee zu spinnen. Dumm nur, wenn man dann nicht direkt alles in die Tat umsetzen kann, wie ich es sonst gerne tue :). Aber mir ging es tatsächlich so miserabel, dass ich auf dem Sofa liegen geblieben bin und die Ideen nur im Kopf habe drehen lassen. Das passiert wirklich selten!

Gestern hat mich die Sonne dann aber doch in den Garten gelockt, um wenigsten ein bisschen die Blütenpracht des Spätsommers zu genießen.

Und natürlich konnte ich es mir nicht verkneifen, mich zu einem klitzekleinen DIY-Projekt hinreißen zu lassen, um die sommerliche Pracht noch einmal einzufangen.



Vor längerer Zeit schon habe ich mit einem Spachtel (um einen Rest Farbe zu verbrauchen, den ich noch auf der Palette hatte), ein Stückchen Pappe mit Acrylfarbe eingefärbt. Auf diese Weise landet die Farbe nicht im Ausguss, was erstens Verschwendung und zweitens auch nicht gut fürs Abwasser wäre, sondern ich habe immer einen Stapel individueller Pappen/Papiere parat, wenn es ans Basteln geht. Aber natürlich kann man auch eigens für dieses kleine Mobile Papier einfärben. Wer keine Acrylfarbe zur Hand hat, nimmt dickes Aquarellpapier und Wasserfarben, das erfüllt auch seinen Zweck.


Um die Kreise in unterschiedlichen Größen auszuschneiden, habe ich einen Kreisschneider benutzt, es geht aber genau so gut mit Tassen, Eierbechern, Flaschenböden - runde Formen, die sich als Schablone anbieten, lassen sich leicht im Haushalt finden.


Als nächstes habe ich die Kreise mit einem weißen Lackstift mit stilisierten Blüten bemalt, kurz trocknen lassen und mit einem Lochstanzer jeweils zwei gegenüberliegende Löcher zum Aufhängen ausgestanzt. Zum Auffädeln habe ich Nylonfaden benutzt, Nähgarn geht natürlich auch - fertig ist ein kleines, aber feines Mobile.


Um es hier zu präsentieren, habe ich es in den Apfelbaum gehängt, viele, viele, viele Fotos gemacht - und mich über den Wind geärgert, der es unmöglich gemacht hat, mal alle fünf Blütenscheiben gleichzeitig ins Bild zu bekommen. So war das nicht gedacht! Irgendwann habe ich also aufgegeben, und das Mobile fürs Foto an einen Balken in unserer Deele gehängt (und promt auch eine Blüte nicht mit ins Bild bekommen ^^). Am Fenster ließ es sich nämlich im Gegenlicht auch nicht fotografieren.



Viel Spaß beim Nachmachen, ich freue mich über Kommentare und Fotos :)

Montag, 24. August 2015

Einladung zum Mitmachen

Schablonentechnik, im Wechsel aus erstem Druck und Ghost-Print

Meine Ausstellung hängt, es sind Ferien - und ich habe gerade keinen Urlaub, aber trotzdem seit Wochen viel lieben Besuch (immer schön dosiert hintereinander) und komme gefühlt zu nichts. Aber natürlich will man die gemeinsame Zeit dann auch nutzen, klönen, bummeln, lecker essen, um dann festzustellen, dass sie trotzdem wie im Flug vergeht.
Es wird also höchste Zeit, mal wieder die Farbtöpfe unsicher zu machen :)
Damit ich nicht wieder neue Ausreden finden kann (ich bin ein Meister der Prokrastination - und habe leider auch immer tausend Ideen, was ich alles dringend! erledigen muss... wer kennt das nicht?), werde ich öffentlich Druckwalze und Farbtube schwingen, und jeder, der Lust hat, ist herzlich eingeladen, daran teilzunehmen.

Acryldruck in mehreren Schichten auf Recycling-Pappe

Im Rahmen einer bundesweiten Veranstaltung der Kreativwirtschaft (man staune, das gibt es wirklich!) werde ich mein Atelier in meine Ausstellung im Bella Donna Haus in Bad Oldesloe verlegen und dort mit der Gelatine-Platte drucken. (Veranstaltung)

Acryldruck in Schablonentechnik auf Seidenpapier

Meine ersten Versuche mit dieser Drucktechnik finden sich hier und hier auf meinem Blog - Vorkenntnisse sind nicht von Nöten, wer sich versuchen will, braucht lediglich den Mut, sich auf eine ungewöhnliche Technik einzulassen und die kreative Freiheit, mal etwas ganz Neues zu probieren.
Es gibt kein "Richtig" oder "Falsch", es gibt nur "gefällt mir und es bleibt so" oder "das wird nochmal überdruckt". Also, gleich anmelden, freundlich aufs Band sprechen (damit mich die Nachricht auch erreicht, wenn ich mal nicht ans Telefon gehen kann) und einen Platz sichern.

Farbreduktion mit Moosgummischablone

Natürlich darf auch zugeschaut werden - nur muss ich für Mitmacher entsprechend vorsorgen, wenn man nämlich einmal Spaß daran findet, ist man schwer zu bremsen - nichts schlimmer, als wenn dann das Material ausginge!

Donnerstag, 4. Juni 2015

Die Aufregung steigt


Nur noch einen Monat, dann ist es so weit: meine erste Ausstellung öffnet ihre Tore!
Im Bella Donna Haus in Bad Oldesloe werde ich ab dem 5. Juli 2015 unter dem Titel "Tief auf dem Grunde der Meere" das erste Mal 33 Bilder der Öffentlichkeit präsentieren.
Es sind kleine und große Arbeiten aus den letzten fünf Jahren, die dort zu sehen sein werden, die Entstehungsgeschichte von machen findet sich in einem der vergangen Blogposts wieder, andere wiederum sind einfach so ohne Anteilnahme der Öffentlichkeit gewachsen und geworden.

Im Moment treibt mich noch der Papierkram um, denn auch im Hintergrund soll ja alles seinen rechten Gang gehen. Auch verbringe ich Nachmittage im Atelier ohne zu malen, weil noch vieles für seinen ersten Auftritt gerahmt werden will - ein Zeitfaktor, den ich bislang unterschätzt habe.

Hier gibt es schon mal einen kleinen Ausblick, auch wenn meine Kamera nicht in der Lage ist, die Bilder wirklich zufriedenstellend wiederzugeben. Aber wer neugierig geworden ist, ist herzlich eingeladen, sich die Ausstellung anzusehen!


Vernissage: 5. Juli 2015, 11 Uhr, Bella Donna Haus, Bahnhofstraße 12, 23843 Bad Oldesloe

Donnerstag, 6. November 2014

Ein neues Gewand

Hurra, es ist geschafft, ich habe es tatsächlich gewagt, meinen Wunsch in die Tat umzusetzen und mich an die Überarbeitung meines Blogs und seines Erscheinungsbildes gemacht. Der erste Schritt ist mir gelungen, ein neues Menü wird noch folgen...
Nicht, dass ich das nicht schon eine ganze Weile lang vorgehabt hätte, aber manchmal sammeln sich so viele technische Hindernisse an, dass man sich entmutigen lässt. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, mich dazu in ein Bildbearbeitungsprogramm einzuarbeiten. Zum Glück war mein großer Sohn eine Woche lang zu Besuch und hat neben mir gesessen und immer wieder geduldig erklärt und assistiert. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön, ich hätte sonst aufgegeben! Es war fast wie früher bei den Hausaufgaben, nur mit geänderten Rollen :). Diesmal war ich der genervte Schüler, der die Geduld des Lehrers strapaziert... Aber es ist ja jetzt doch etwas daraus geworden. Vielleicht hat ja auch jemand das Original aus diesem Post wiedererkannt?

Außerdem waren es zwei ereignisreiche Monate, Fotos für künftige Posts habe ich jede Menge gemacht, ich muss mir nur die Zeit nehmen, sie zu sortieren und zu bearbeiten. Meine große Tochter Nele von nelephantastic war zu Besuch und hat sich in meinem provisorischen Atelier eingenistet, um zu malen und an einem Kunstwettbewerb, dem Artwart teilzunehmen, ihre Bilder seht ihr hier oder auf ihrem eigenen Blog,




einige Freundinnen waren da und haben mit mir Gelatineplattendrucke ausprobiert, ich arbeite an einem großen Doppelbild und plane meine erste Ausstellung - zu berichten gibt es also genug!

Außerdem soll dieser Blog um zwei inhaltliche Sparten reicher werden: zukünftig wird es ab und zu einen kreativen Tipp zum Nachahmen geben und Updates vom Baufortschritt des zukünftigen Ateliers (auch, wenn ich befürchte, dass das zu Beginn erst mal sehr deprimierende Abrissbilder sein werden!)